Versprechen an die Türken dürfen nicht länger als bloße Reden bleiben!

Die ATIAD hat fünf Tage vor den Wahlen die Forderungen der Türken an die Politiker dargelegt.

Der seit 2009 von der ATIAD nach dem Prinzip der Kontinuität organisierte Tag der türkischen Wirtschaft in Deutschland brachte am 17. September 2013 zum vierten Mal türkische und deutsche Unternehmer, Führungskräfte sowie Vertreter verschiedener Institutionen und Organisationen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft im Düsseldorfer Kongresszentrum zusammen. Unter dem Motto „Treffen. Austauschen. Gewinnen!“ trafen sich rund 500 Arbeitgeber, Unternehmer und Wissenschaftler aus Deutschland und der Türkei. Der Deutsch-Türkische Wirtschaftstag 2013 wurde von der KfW Teşvik Bankası, Turkish Airlines, dem Flughafen Düsseldorf und der DHB Bank gesponsert und ist die wichtigste Plattform für die türkisch-deutsche Wirtschaftswelt.

ERÖFFNUNGSREDEN
Der ATIAD-Vorstandsvorsitzende Prof. Recep Keskin hielt die Eröffnungsrede, während der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin und der türkische Botschafter in Berlin Hüseyin Avni Karslıoğlu jeweils ein Grußwort hielten. Hauptredner war der SPD-Fraktionsvorsitzende und ehemalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Das Schlusswort hielt der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Vorsitzende des CDU-Landtagsverbandes Rhein-Westfalen, Armin Laschet.

In seiner Eröffnungsrede sagte Prof. Keskin: „In fünf Tagen sind Wahlen. Nachdem ich wichtige politische Persönlichkeiten versammelt habe, möchte ich unsere Forderungen als türkische Unternehmer an die deutsche Politik darlegen. Das Hindernis der doppelten Staatsbürgerschaft für unsere Bürger muss beseitigt werden; dieses Hindernis schadet der Integration erheblich. Die Abschaffung der Visumpflicht, die für Unternehmer zu einer Belastung geworden ist, ist unerlässlich; Versprechen dürfen nicht nur leere Worte bleiben. Die Verhandlungen im Türkei-EU-Prozess müssen nach den jüngsten politischen Entwicklungen beschleunigt werden. In dieser Angelegenheit sind unterstützende Signale für eine Vollmitgliedschaft und keine Predigten erforderlich. Es müssen verstärkte Anstrengungen unternommen werden, um sicherzustellen, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund gleiche Bildungsrechte haben. Alle Statistiken und Untersuchungen zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund beim Übergang in die Schule und bei der Berufsausbildung benachteiligt sind. Kulturelle Initiativen sind in politischen Programmen enthalten, aber die Bemühungen, sie umzusetzen, reichen nicht aus. Es ist wichtig, die Hindernisse zu überwinden, mit denen Unternehmer mit Migrationshintergrund in der Geschäftswelt konfrontiert sind. Untersuchungen zeigen, dass Unternehmer mit Migrationshintergrund bei der Kreditvergabe und in ähnlichen Situationen Vorurteilen ausgesetzt sind. Als türkische Geschäftswelt fordern wir, dass diese Probleme, die alle zutiefst beunruhigen, In Deutschland lebende Türken müssen ernsthaft angesprochen werden.“

In seiner Rede betonte Professor Keskin zudem die Bedeutung von Einwanderern in Deutschland bei Unternehmensübernahmen und -übertragungen: „Wir veranstalten den diesjährigen Deutsch-Türkischen Wirtschaftstag unter dem Motto ‚Treffen. Tauschen. Gewinnen!‘, weil wir das große Potenzial türkischer Unternehmer für deutsche Unternehmen hervorheben möchten, die in Deutschland auf eine Übernahme warten oder in den kommenden Jahren dazu gezwungen sein werden. Bis 2014 werden rund 70.000 Unternehmen von einer Übernahme betroffen sein, und rund 1,4 Millionen Arbeitgeber werden betroffen sein.“

In seiner Begrüßungsrede teilte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin den Teilnehmern seine Eindrücke von seiner Reise mit einer Delegation in die Türkei im Vorfeld der Veranstaltung mit. Duin informierte über Kooperationsmöglichkeiten zwischen türkischen und deutschen Unternehmern und betonte das erhebliche Potenzial, insbesondere für Einwanderer, bei Unternehmensübernahmen. Duin betonte zudem, dass Nordrhein-Westfalen ein wichtiger regionaler Handelspartner für die Türkei insgesamt sei.

Der türkische Botschafter in Berlin, Hüseyin Avni Karslıoğlu, erklärte, die Freundschaft zwischen beiden Ländern bestehe seit vielen Jahren und habe sich insbesondere dank des wirtschaftlichen und sozialen Beitrags der in Deutschland lebenden Türken zur deutschen Gesellschaft stetig vertieft. Botschafter Karslıoğlu ging zudem auf den positiven Einfluss türkischen Unternehmertums in Deutschland auf die Integration ein und betonte, dass Türken in Deutschland mittlerweile nicht nur als Arbeitnehmer, sondern auch als Unternehmer und Arbeitgeber eine bedeutende Stellung erreicht hätten.

Frank-Walter Steinmeier, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und ehemaliger deutscher Außenminister, hielt die Hauptrede. Er analysierte die politischen Entwicklungen in der Türkei und kommentierte deren Auswirkungen auf die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sowie die EU-Mitgliedschaft der Türkei. Steinmeier skizzierte zudem die Politik gegenüber Türken, falls die SPD bei der Bundestagswahl am 22. September an die Macht käme, und beantwortete Fragen aus dem Publikum zu diesem Thema.

PREISVERLEIHUNG
Bei der Preisverleihung wurden Auszeichnungen an Personen verliehen, die erfolgreich an den ATIAD-Projekten FIBA, FIBO und İŞTE BİLGİ teilgenommen haben. Im Rahmen der Preisverleihung wurden Berufsausbildung,

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